Spieldetails

Playoffs 
16. Februar 2020, 15:00
Black Dragons Erfurt 2
5 : 0
ESC Jonsdorf
Ergebnis

Spielbericht

Das Halbfinalspiel in Erfurt wird abgebrochen 

 

In der 29. Spielminute ging die Mannschaft der Black Panther Jonsdorf geschlossen in die Kabine und setzte das Spiel nicht fort. Aber von Anfang an…

 

Das Halbfinale der Landesliga Sachsen zwischen den Black Dragons Erfurt 1b und den Black Panther Jonsdorf wurde auf Sonntag, den 16.02.2020, terminiert. Im Hinspiel in Erfurt gab es ohne zahlreiche Leistungsträger eine 11:4 Niederlage. Die Jonsdorfer Kufencracks reisten mit 15+1 nach Erfurt, trotz Ausfällen, wie Mertinke, Völkel, Petereit und Kohls. Die Gastgeber ebenfalls mit 15+1 ordentlich besetzt. Die Panther begannen jedoch erst einmal mit nur zwei Reihen.

 

Von der ersten Minute an, zeigte das Spiel alles, was ein Playoff Halbfinale zu bieten hat. Schnelligkeit, Positionsspiel und gute Torszenen. Nach einen Laufduell in der zweiten Spielminute, musste Mannschaftskapitän Nico Bartsch mit zwei Minuten auf die Strafbank, da der Erfurter beim Körperkontakt fiel. Die Black Panther Jonsdorf machten in Unterzahl den Raum vor dem Kasten von Ferry Kohl dicht und ließen nichts durch, sodass Erfurt keine nennenswerte Chance erhielt. Nach der überstandenen Unterzahl war es für die knapp 100 Zuschauer – davon 4 aus Jonsdorf mitgereist (Vielen Dank!) – ein sehenswertes Spiel. Zahlreiche gefährliche Szenen vor den Toren von Löffelholz und Kohl, doch beide Goalies hielten ihren Kasten sauber. In der 10. Spielminute konnte sich die erste Reihe sehr gut im Erfurter Drittel fest spielen. Die Scheibe kam zu Jan Havlik an die blaue Linie, dieser zog eiskalt ab und den Abpraller spielte Felix Reinelt auf seinen freistehenden Sturmpartner Michal Pesek, der direkt ins leere Tor schoss. Keine zwei Minuten später, brenzliche Szene vor dem Jonsdorfer Kasten. Wieder wurde seitens Erfurts auf Goalie Ferry Kohl nachgegangen, sodass Nico Bartsch und Dominique Müller ihren Torwart verteidigten, was erneut in Unterzahl für die Panther endete.
Die Mannschaftseinstellung der Jonsdorfer stimmte, denn kollegial wurde der Gegentreffer verhindert. Michal Pesek hatte im Alleingang sogar die Chance die Führung auf 2:0 auszubauen, jedoch behielt Löffelholz die Nerven und hielt souverän. In der 14. Spielminute die erste Überzahl für die Black Panther Jonsdorf, welche jedoch kein Kapital daraus schlagen konnten, da Erfurt selber sehr stark verteidigte. Nach der überstandenen Unterzahl drückte Erfurt immer mehr auf den Ausgleich. Ein Powerplay knapp eine Minute vor der Drittelpause sollte helfen. Jedoch gingen die Jonsdorfer mit der Führung in die Pause, da die Jungs um Spielertrainer Jan Havlik, kaum etwas zu ließen und wenn doch, dann war Ferry Kohl zu stelle. 

 

Das zweite Drittel begann, wie das letzte aufgehört hat. Ein Spiel auf Augenhöhe, was immer nicklicher wurde. In der 25. Spielminute noch einmal Überzahl für die Black Panther, doch Löffelholz blieb jedes Mal Sieger, trotz einiger guten Chancen. Die Intensität nahm weiter zu und den Schiedsrichtern entglitt die Partie. Als Verteidiger Tommy Bartsch mit Anlauf von Otte in die Bande gecheckt wurde und schmerzverzerrt liegen blieb, gab es keine Strafzeit. Darauf folgte die Ausgangssituation, welche den Grundstein für den Spielabbruch legte. Erfurt in einer ihrer Druckphase vor dem Tor von Jonsdorf, die Scheibe ist auf der linken Seite des Torraums und wird durch einen Erfurter mit dem Schlittschuh Richtung rechten Pfosten gekickt. Gemeinschaftlich retten Ferry Kohl und Max Rentsch VOR der Linie am rechten Pfosten. Der Hauptschiedsrichter zeigt kein Tor an und es wurde weitergespielt. Jonsdorf konnte die Scheibe klären, nach der zweiten (2!!!) Spielunterbrechung nach dieser Szene, fährt der Linesman zum Hauptschiedsrichter und meldet, dass dieser den Puck hinter der Linie gesehen hätte. Selbst wenn der Puck hinter der Linie gewesen wäre, wäre es ein Schlittschuhtor gewesen!
Daraufhin wurde die Uhrzeit auf eine gewisse Zeit zurückgestellt und das Tor gegeben. Die Jonsdorfer protestierten durch ihren Kapitän, Assistenz-Kapitäne und Mannschaftsleiter – jedoch ohne Erfolg. So hieß es in der 28. Spielminute Tor durch Creutzberg. Nur wenige Sekunden nach dem Bully geht die Scheibe tief ins Jonsdorfer Drittel, im Laufduell bekommt Nico Bartsch den gegnerischen Schläger voll ins Gesicht, die angezeigte Strafe wird danach abgepfiffen. In dieser Spielunterbrechung bekommt Patric Müller an der blauen Linie von seinem Gegenspieler einen Crosscheck in den Rücken. Danach stürzten sich drei Gegenspieler auf Patric Müller, der am Boden lag, die Jonsdorfer Mitspieler versuchten die Keilerei zusammen mit den Schiedsrichtern zu trennen.  Nachdem die Spieler schließlich getrennt waren, vergab der Hauptschiedsrichter Christian Rüdiger in Rücksprache mit seinen beiden Linesmen eine Matchstrafe für einen angeblichen Schlittschuhtritt von Nico Bartsch. Der Kapitän verlor aufgrund dieser erneuten Fehlentscheidung die Fassung und zerbrach seinen Schläger auf der Bande. Dafür erhielt unser Kapitän noch eine weitere Matchstrafe.
Nach all diesen Entscheidungen beschloss die Mannschaft das Eis gemeinschaftlich zu verlassen und das Spiel nicht mehr fortzuführen.

 

So gewinnen trotz einer sehr starken Leistung der Panther letztlich die Erfurter, welche ohne eigenen regulären Treffer ins Finale einziehen. Herzlichen Glückwunsch dazu.

 

Das Spiel wurde durch den Verband mit 5:0 für Erfurt gewertet.